Das Reproductive Genetics Institute (RGI) wurde im Jahr 1990 in Chicago, Illinois gegründet und ist international bekannt für seinen Beitrag zu Unfruchtbarkeitsbehandlungen wie IVF sowie Präimplantationsdiagnostik (PID) und Pränataldiagnostik. In den frühen 1980er Jahren, als das PDI-Verfahren sich noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befand, war RGI die treibende Kraft hinter der Weiterentwicklung dieser Methode. Das Personal von RGI ist bestens mit diversen PID-Verfahren, wie beispielsweise der assistierten Reproduktion, Embryologie, genetische Beratung und molekularer bzw. medizinischer Genetik vertraut. Durch unser Team aus qualifizierten Experten können wir unseren Patienten ein Höchstmaß an Genauigkeit und Erfolg bei einer PID oder pränatalen Diagnostik bieten.
Um einen besseren Zugang zu modernsten medizinischen Techniken zu gewährleisten, hat RGI ein Netzwerk aus internationalen Standorten und Affiliate-Zentren aufgebaut, das von Zypern bis nach London reicht. Durch unser umfassendes Know-how und unser internationales Netzwerk ist RGI in regelmäßigen Kontakt mit Patienten aus der ganzen Welt; dies ist Voraussetzung für einen umfassenden Blick und die entsprechende kulturelle Sensibilität, die für die Annäherung an die komplizierte Thematik der genetischen und pränatale Diagnostik von entscheidender Bedeutung ist. Unabhängig davon was sie benötigen - sei es eine PID, um eine genetische Erkrankung bei Ihrem Neugeborenen zu vermeiden, oder eine hochkomplexe Behandlung gegen Unfruchtbarkeit - mit dem breiten Erfahrungshorizont von RGI werden Sie das gewünschte Know-how und die entsprechende Professionalität erhalten, nach der sie suchen.
RGI hat eine enge Partnerschaft mit StemRide International, einem weltweit führenden Anbieter von humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) für die medizinische und genetische Forschung. RGI hat eine neue Technik entwickelt, um aus menschlichen Embryonen stammende, im Morula-Stadium befindliche Zellkulturen zu züchten. Diese entsprechenden humanen ES-Zellen wurden von StemRide Internaional bereitgestellt.
Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) handelt es sich um eine Diagnose zum Feststellen von genetischen Erkrankungen vor der Schwangerschaft. Im Gegensatz zur pränatalen Diagnostik, die nach einer Schwangerschaft durchgeführt wird, untersucht PID Embryonen auf genetische Erkrankungen, bereits wenige Tage nach der Befruchtung. Die Embryonen werden durch In-vitro-Befruchtung (IVF) erzeugt. Nach der PID werden nur Embryonen mit gesundem Erbgut in die Gebärmutter übertragen. Seit der klinischen Verfübarkeit von PID in den 1990er Jahren, haben wir bei RGI Tausende von PID-Zyklen durchgeführt.
PID kann das Risiko für Ihr Baby erheblich verringern, durch spezifische genetisch bedingte Strukturanomalien beeinträchtigt zu werden. Einige Paare verwenden PID zur Klärung genetischer Konstellationen in ihrer Familie, wie z.B. Tay-Sachs-Krankheit, zystische Fibrose, Muskeldystrophie oder Fragiles-X-Syndrom. Andere Paare verwenden PID für das Feststellen von Chromosomenanomalien, wie beispielsweise das Down-Syndrom, Trisomie 18, Trisomie 13, sowie Turner-Syndrom. Ein Nachweis von Chromosomenanomalien kann auch das Risiko von Fehlgeburten verringern. Andere Paare verwenden PID um eine unausgewogene Translokation bei ihren Nachkommen zu verhindern, nachdem eine balancierte Translokation in ihrer Familie identifiziert wurde. Die PID ist für Paare geeignet, bei welchen ein hohes Risiko genetisch bedingter Erkrankungen bei den Nachkommen besteht und für solche, die einen Schwangerschaftsabbruch nach einer pränatalen Diagnostik vermeiden möchten.
Die folgenden drei PID-Methoden existieren : Polkörper-Biopsie, Embryobiopsie und trophectoderme Biopsie. Bei der Polkörper-Analyse werden Polkörper (Teile der Eizelle, die auf natürliche Art und Weise während der Eizellreifung und Befruchtung ausgeschieden werden) auf bestimmte genetische Krankheiten getestet (ca. einen Tag nach dem Eisprung und der Befruchtung). Durch die Polkörper-Analyse kann ein Genetiker prüfen, ob die Oozyten (Eier) der Frau eine genetische Anomalie tragen, welche eine genetische Krankheit verursachen kann. Darüber hinaus können Polkörper analysiert werden, um festzustellen, ob die Eizellen Chromosomenanomalien haben. Die zweite Methode, die Embryobiopsie (auch blastomere Biopsie genannt) umfasst eine schonende Entfernung von ein oder zwei Zellen von Embryos im 6-8-Zellen-Stadium (ca. drei Tage nach dem Eisprung und der Befruchtung). In diesem frühen Stadium der Entwicklung des Embryos haben alle Zellen das gleiche Entwicklungspotenzial. Daher sollte sich eine Entfernung von ein oder zwei Zellen nicht negativ auf die Entwicklung eines gesunden Embryos auswirken. Bei der trophectodermen Biopsie werden Zellen aus der äußeren Schicht des Embryos entnommen und auf genetische Anomalien analysiert (ca. fünf Tage nach der Eizellentnahme und Befruchtung).
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RGI bietet eine vollständige Palette assistierter Reproduktiontechniken (ARTs), sowohl für die Behandlung von Unfruchtbarkeit, als auch zur Durchführung von Präimplantationsdiagnostik (PID). Das auf Embryologie spezialisierte Personal von RGI ist hoch qualifiziert in mikrochirurgischen Verfahren der assistierten Reproduktion. Zu diesen zählen u.a. Spermieninjektion (ICSI, eine Methode welche die Befruchtung der Eizelle durch Spermien erleichtert) und das unterstützte Zona Hatching (AZH, eine Methode, die die Chance der Einnistung des Embryos erhöht). Unser IVF-Labor kann Embryonen bis zum Tag-5-Stadium, dem so genannten Blastozyste-Stadium züchten. Dies ermöglicht es uns die gesündesten Embryonen zu identifizieren, so dass weniger Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden, bei gleichbleibend hoher Schwangerschaftsrate und gleichzeitiger Minimierung der Anzahl von Doppel-/ Triple- Schwangerschaften. Überschüssige Embryonen können für die zukünftige Verwendung kryokonserviert werden. Wir arbeiten auch mit Paaren die besondere Bedürfnissen haben, wie Eizell-und Samenspende.
Bei RGI arbeiten medizinische Genetiker, Molekularbiologen, Zytogenetiker und Forschern zusammen mit Unfruchtbarkeits-Spezialisten. Diese Kombination von Experten in einem Team ist ideal, da viele weibliche IVF-Patienten mit fortgeschrittenem Alter bei der Mutterschaft oft ein erhöhtes Risiko für Babies mit Chromosomenanomalien, wie z. B. Down-Syndrom aufweisen. Mit dieser Art von Experten-Team hat RGI seit 1994 bereits über 4.000 PID-Zyklen für Aneuploidie (Chromosomenanomalien) durchgeführt. Die Vorteile eines solchen Tests sind schwer anzufechten – zum Einen durch die hohe Effizienz des IVF-Verfahrens, und zum Anderen durch die Reduzierung von Schwangerschaftsabbrüchen, die oft beim Aufdecken von Chromosomenanomalien erfolgen, die vom Alter beeinflusst werden.
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RGI arbeitet eng mit StemRide International, dem weltweit führenden Anbieter von menschlichen embryonalen Stammzellen (Zellkulturen) zusammen. RGI spendet StemRide Embryonen von Patienten, die ihre überzähligen Embryonen für die Forschung zur Verfügung stellen wollen. StemRide bietet derzeit mehr als 120 Zellen normaler Zellkulturen, sowie etwa 30 Zellkulturen mit genetischen oder Chromosomen-Anomalien an. Diese Linien spielen eine wesentliche Rolle bei der Erforschung des Mechanismus genetischer Krankheiten durch die Generierung von normaler und abnormer Zellen und Gewebe.
StemRide-Linien von Zellkulturen werden aus Blastozysten und Morulas abgeleitet. RGI entwickelte die ursprüngliche Technologie (die NIH-Richtlinien entspricht) zur Generation von humanen embryonalen Stammzellinien aus menschlichen Embryonen im Morula-Stadium. Zur Gewinnung der humanen embryonalen Stammzellinien aus Morula, wird die Zona pellucida entfernt und die Morula unter ein Futter-Layer von mittlerer Dichte gelegt. Innerhalb weniger Tage wachsen Zellen aus diesem Futter-Layer. Die primäre Zell-Disaggregation wird mit EDTA oder EGTA durchgeführt, und die losen Zellen werden wieder an das Futter-Layer zur Vermehrung zurücktransportiert. Schnell wachsende Kolonien werden isoliert und weiterverbreitet.
Die Zellkulturen werden von StemRide International für die medizinische Forschung zur Verfügung gestellt.
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